BGI Auslandsschutz AVB 2012

    Versicherungsbedingungen, Allgemeine Vertragsinformationen und Merkblatt zur Datenverarbeitung

    Einleitung

    Die BGI Auslandsschutz AVB 2012 basieren auf dem zum 01.01.2008 reformierten Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und im Wesentlichen auf den vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. – GDV – empfohlenen Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen (AVB) sowie auf den Annahmerichtlinien der Lloyd’s Versicherer London den gemäß § 7 VVG (Information des Versicherungsnehmers) in Zusammenhang mit der VVG Informationspflichtenverordnung (VVG InfoV) zu erteilenden Allgemeinen Vertragsinformationen dem Merkblatt zur Datenverarbeitung und wurden für Kunden von BGI zusammengefasst und erweitert.
    Sollten dem Vertrag weitere, z.B. Zusatz- oder Besondere Bedingungen zugrunde liegen, ist dies Ihrem Versicherungsvertrag zu entnehmen. Sie als Versicherungsnehmer sind unser Vertragspartner.
    Die versicherten Personen und / oder Personengruppen ergeben sich aus dem Versicherungsschein.Wir als Versicherer erbringen die vertraglich vereinbarten Leistungen.

    Inhaltsverzeichnis

    Teil 1

    Allgemeine Versicherungsbedingungen und Allgemeine
    Vertragsinformationen für die BGI Auslandsschutz-
    Versicherung (BGI Auslandsschutz AVB 2012)
    Die versicherten Personen / Reisedefinitionen

    1 Wer ist wann und wo versichert?
    2 Wie sind die Rechtsverhältnisse der am Vertrag beteiligten Personen zueinander?
    3 Was müssen Sie bei der Definition der versicherten Personen beachten?

    Die Versicherungsdauer
    4 Wann beginnt und wann endet der Vertrag?

    Ausschlüsse
    5 Wann besteht kein Versicherungsschutz?

    Der Versicherungsfall
    6 Was ist nach einem Versicherungsfall zu beachten? (Obliegenheiten)
    7 Welche Folgen hat die Nichtbeachtung von Obliegenheiten?
    8 Was gilt für Ansprüche gegen Dritte?
    9 Welchen Betrag müssen Sie selbst tragen? (Selbstbehalt)
    10 Wann sind die Leistungen fällig?
    11 In welcher Währung werden die Leistungen erbracht?

    Der Versicherungsbeitrag
    12 Was müssen Sie bei der Beitragszahlung beachten?
    Was geschieht, wenn Sie einen Beitrag nicht rechtzeitig zahlen?

    Allgemeine Vertragsinformationen
    13 Informationen zum Versicherer
    14 Informationen zur Service-Gesellschaft
    15 Informationen zu den versicherten Leistungen
    16 Informationen zum Vertrag
    17 Beschwerdemöglichkeiten

    Merkblatt zur Datenverarbeitung
    Teil 2

    Bedingungen für die BGI Auslandsschutz-Krankenversicherung Assistance (BGI ARKV 2012)

    Der Versicherungsumfang
    1 Was ist versichert?
    2 Welche Leistungen sind versichert?
    3 In welchen Fällen ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen?

    Der Versicherungsfall
    4 Was gilt für die Erbringung von Versicherungsleistungen?
    5 Was ist nach einem Versicherungsfall zu beachten? (Obliegenheiten)
    6 Wann sind Verauslagungen zurück zu zahlen?

    Teil 1
    Allgemeine Versicherungsbedingungen und Allgemeine Vertragsinformationen für die BGI Auslandsschutz-Versicherung
    (BGI Auslandsschutz AVB 2012)

    Die BGI Auslandsschutz AVB 2012 gelten in Ergänzung zu allen anderen nachfolgend aufgeführten Speziellen Versicherungsbedingungen die dem Versicherungsvertrag zugrunde liegen

    Die versicherten Personen / Reisedefinitionen

    1 Wer ist wann und wo versichert?
    1.1
    Die BGI Auslandsschutz AVB gilt
    während der Wirksamkeit des Vertrages
    für die im Versicherungsvertrag genannten versicherten Personen
    während einer Reise im Ausland (je nach Definition in den speziellen Bedingungen).
    1.2 Als Inland gilt das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland oder Österreichs, in dem die versicherte Person ihren ständigen Wohnsitz unterhält.
    1.3 Die Versicherung kann für eine einzelne Person oder als Familienversicherung abgeschlossen werden. Als Familienangehörige gelten auch der ständige Lebenspartner und die ständig im gemeinsamen Haushalt lebenden unterhaltsberechtigten Kinder der versicherten Personen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder soweit sich die Kinder noch in schulischer Ausbildung befinden und noch keinen eigenen Hausstand gegründet haben.
    1.4 Definition einer Reise
    1.4.1
    Als Auslandsreise gilt eine Reise, bei welcher der normale Wohnsitz verlassen wird.
    Wohnsitz ist die Gemeinde, in der sich der erste ständige Wohnsitz des Reisenden befindet.
    1.5 Beginn und Ende des Versicherungsschutzes
    1.5.1
    Der Versicherungsschutz beginnt auf Reisen mit der Grenzüberschreitung des Wohnsitzlandes und endet bei Rückkehr mit dessen Grenzüberschreitung.

    2 Wie sind die Rechtsverhältnisse der am Vertrag beteiligten Personen zueinander?
    2.1
    Ist die Versicherung gegen Versicherungsfälle abgeschlossen, die einem anderen zustoßen (Fremdversicherung),gilt folgendes:
    2.1.1 Die versicherte Person kann Leistungen aus der Versicherung ohne Ihre Zustimmung unmittelbar bei uns geltend machen. Wir leisten direkt an die versicherte Person.
    2.1.2 Bezüglich der Krankenversicherungsleistungen gemäß Teil 2 dieser Bedingungen gilt abweichend Folgendes: Durch uns gegenüber in Textform abzugebende Erklärung können Sie die versicherte Person als Empfangsberechtigten der Versicherungsleistung benennen. Die Benennung kann widerruflich oder unwiderruflich erfolgen. Haben Sie eine entsprechende Bestimmung getroffen, kann ausschließlich die von Ihnen bestimmte versicherte Person die Versicherungsleistung verlangen. In diesem Fall leisten wir direkt an die versicherte Person. Ist die versicherte Person nicht als Empfangsberechtigter benannt, können nur Sie als Versicherungsnehmer die Versicherungsleistung verlangen.
    2.1.3 Sie als Versicherungsnehmer informieren jede versicherte Person über den im Rahmen dieses Vertrages bestehenden Versicherungsschutz und über das Recht der versicherten Person gemäß Ziffer 2.1.1
    2.1.4 Die Ausübung sonstiger Rechte aus dem Vertrag steht nicht der versicherten Person sondern nur Ihnen zu.
    2.1.5 Sie sind neben der versicherten Person für die Erfüllung der Obliegenheiten verantwortlich.
    2.2 Alle für Sie geltenden Bestimmungen sind auf Ihren Rechtsnachfolger und sonstige Anspruchsteller entsprechend anzuwenden.
    2.3 Die Versicherungsansprüche können vor Fälligkeit ohne unsere Zustimmung weder übertragen noch verpfändet werden. Eine Abtretung des Freistellungsanspruchs aus der Privathaftpflichtversicherung an den geschädigten Dritten ist zulässig.

    3 Was müssen Sie bei der Definition der versicherten Personen beachten?
    Die Gruppen-Versicherung kann mit oder ohne Angabe der Namen der versicherten Personen abgeschlossen werden. Die vereinbarte Form ergibt sich aus dem Vertrag.
    3.1 Versicherungen ohne Namensangabe
    3.1.1
    Versicherungsschutz besteht für die Personen, die der im Vertrag bezeichneten Gruppe angehören.
    3.1.2 Die zu versichernden Personen sind von Ihnen so zu bezeichnen und zu erfassen, dass Zweifel über die Zugehörigkeit der von einem Schaden betroffenen Person zu dem versicherten Personenkreis nicht entstehen können.
    3.1.2.1 Sie sind verpflichtet, uns die zur Berechnung des Beitrags notwendigen Zahlen, z.B.
    Anzahl der am Tag der Hauptfälligkeit eines jeden Jahres versicherten Personen
    Anzahl der Reisetage eines Jahres, ggf. auf Deutschland, Europa und den Rest der Welt aufgeteilt bis einen Monat vor Hauptfälligkeit bekannt zu geben. Sind mehrere Personengruppen versichert, wird die Anzahl für jede Gruppe benötigt.

    Die Versicherungsdauer

    4 Wann beginnt und wann endet der Vertrag?
    4.1 Beginn des Versicherungsschutzes
    Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungsschein angegebenen Zeitpunkt, wenn Sie den ersten oder einmaligen Beitrag rechtzeitig im Sinne von Ziffer 12.2 zahlen.
    4.2 Dauer und Ende des Vertrages
    4.2.1
    Der Vertrag ist für die im Versicherungsschein angegebene Zeit abgeschlossen. Bei einer Vertragsdauer von weniger als einem Jahr endet der Vertrag, ohne dass es einer Kündigung bedarf, zum vorgesehenen Zeitpunkt.
    4.2.2 Ist eine Rückreise wegen ärztlich nachgewiesener Transportunfähigkeit nicht möglich und folglich eine Heilbehandlung über das Ende des Versicherungsvertrages hinaus erforderlich, so besteht die Leistungspflicht im Rahmen dieses Vertrages bis zur Wiederherstellung der Transportfähigkeit, maximal jedoch für die Dauer von vier Wochen, fort.
    4.3 Kündigung nach Versicherungsfall
    4.3.1
    Den Vertrag können Sie oder wir durch Kündigung beenden, wenn wir eine Leistung erbracht oder Sie gegen uns Klage auf eine Leistung erhoben haben. Die Kündigung muss Ihnen oder uns spätestens einen Monat nach Leistung oder
    - im Falle eines Rechtsstreits – nach Klagerücknahme, Anerkenntnis, Vergleich oder Rechtskraft des Urteils in Textform zugegangen sein. Wir können den Versicherungsschutz auch einzelner versicherter Personen unter denselben Voraussetzungen und mit denselben Fristen kündigen.
    4.3.2 Kündigen Sie, wird Ihre Kündigung sofort nach ihrem Zugang bei uns wirksam. Sie können jedoch bestimmen, dass die Kündigung zu einem späteren Zeitpunkt, spätestens jedoch zum Ende der laufenden Versicherungsperiode, wirksam wird. Eine Kündigung durch uns wird drei Monate nach ihrem Zugang bei Ihnen wirksam. Bei Leistungen auf einen Versicherungsfall gemäß Teil 2 dieser Bedingungen steht uns ein Kündigungsrecht gemäß vorstehender Bedingungen nicht zu.

    4.4 Ruhen des Versicherungsschutzes bei militärischen Einsätzen
    Der Versicherungsschutz tritt für die versicherte Person außer Kraft, sobald sie Dienst in einer militärischen oder ähnlichen Formation leistet, die an einem Krieg oder kriegsmäßigen Einsatz zwischen den Ländern China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Russland oder USA beteiligt ist. Der Versicherungsschutz lebt wieder auf, sobald uns Ihre Anzeige über die Beendigung des Dienstes zugegangen ist.

    Ausschlüsse

    5 Wann besteht kein Versicherungsschutz?
    Neben den in den Speziellen Versicherungsbedingungen aufgeführten Einschränkungen und Ausschlüssen besteht grundsätzlich kein Versicherungsschutz für Schäden
    5.1 die vorsätzlich durch die versicherte Person herbeigeführt wurden;
    5.2 welche die versicherte Person durch oder während der vorsätzlichen Ausführung einer Straftat oder des vorsätzlichen Versuchs einer Straftat verursacht;
    5.3 durch Kernenergie. Der Ersatz von Schäden durch Kernenergie richtet sich in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Atomgesetz. Die Betreiber von Kernanlagen sind zur Deckungsvorsorge verpflichtet und schließen hierfür Haftpflichtversicherungen ab.
    5.4 während der Ausübung folgender Berufe / Tätigkeiten:
    Artist, Stuntman, Tierbändiger,
    im Bergbau unter Tage Tätige,
    Spreng- und Räumungspersonal sowie Munitionssuchtrupps,
    Berufstaucher,
    Berufs-, Vertrags- und Lizenzsportler (auch Rennfahrer und Rennreiter)
    Journalist, Reporter und dergleichen.

    Der Versicherungsfall
    6 Was ist nach einem Versicherungsfall zu beachten? (Obliegenheiten)
    Ohne Ihre Mitwirkung und die der versicherten Person können wir unsere Leistungen nicht erbringen.
    6.1 Versicherungsfall im Sinne dieses Vertrages ist das Ereignis, das einen unter die Versicherung fallenden Schaden gegen die versicherte Person zur Folge hat.
    6.2 Die nach einem Versicherungsfall jeweils zu beachtenden Obliegenheiten entnehmen Sie bitte den folgenden Speziellen Bedingungen.
    6.3 Grundsätzlich besteht die Verpflichtung
    6.3.1 nach Möglichkeit für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen;
    6.3.2 uns unverzüglich unter Angabe aller Einzelheiten von einem Umstand, der eine Leistungspflicht zur Folge haben könnte, vollständig und wahrheitsgemäß zu unterrichten;
    6.3.3 das übersandte Formular zur Schadenanzeige ist wahrheitsgemäß auszufüllen und uns unverzüglich zurückzusenden;
    6.3.4 einen schriftlichen Nachweis zu erbringen, dass sich der Versicherungsfall während einer Auslandsreise ereignet hat;
    6.3.5 von uns darüber hinaus geforderte sachdienliche Auskünfte wahrheitsgemäß zu erbringen;
    6.3.6 uns jede zumutbare Untersuchung über Ursache und Höhe unserer Leistungspflicht zu gestatten;
    6.3.7 unsere Weisungen zu beachten;
    6.3.8 darauf hinzuwirken, dass die von uns zum Nachweis des Schadens angeforderten Unterlagen, insbesondere Kostenrechnungen und ärztliche Bescheinigungen, erstellt werden;
    6.3.9 Ärzte, welche die versicherte Person (auch aus anderen Anlässen) behandelt oder untersucht haben, Krankenhäuser und sonstige Krankenanstalten, andere Personenversicherer, gesetzliche Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Behörden sind zu ermächtigen, alle für die Beurteilung der Leistungspflicht erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Wir werden Sie über die Erhebung personengebundener Gesundheitsdaten unterrichten, falls uns schon vor demVersicherungsfall Ihre Einwilligung vorliegt. Sie können einer Erhebung widersprechen; dies kann jedoch zu einem Verlust Ihrer Leistungsansprüche gemäß Ziffer 7 führen. Sie können jederzeit verlangen, dass eine Erhebung von Daten nur erfolgt, wenn jeweils in die einzelne Erhebung eingewilligt worden ist.
    6.3.10 Versicherungsfälle durch strafbare Handlungen (z.B. Einbruchdiebstahl, Raub, vorsätzliche Sachbeschädigung, Körperverletzung) unverzüglich der zuständigen Polizeidienststelle anzuzeigen und sich die Anzeige bescheinigen zu lassen;
    6.3.11 uns vom Bestehen weiterer Versicherungen, durch die Versicherungsschutz für den vorliegenden Versicherungsfall besteht, sowie von dort geltend gemachten Ansprüchen und erhaltenen Entschädigungen sowie von der Ersatzpflicht anderer Dritter zu informieren;
    6.3.12 den Anspruch auf Versicherungsleistung bei uns in Textform geltend zu machen.
    6.4 Bei den einzelnen Leistungsarten sind in den Speziellen Bedingungen zum Teil noch weitere Fristen zu beachten, bei denen es sich allerdings nicht um Obliegenheiten, sondern um Anspruchsvoraussetzungen handelt.

    7 Welche Folgen hat die Nichtbeachtung von Obliegenheiten?
    7.1
    Wird eine Obliegenheit nach Ziffer 6 vorsätzlich verletzt, verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz. Bei grob fahrlässiger Verletzung einer Obliegenheit sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Beides gilt nur, wenn wir Sie durch gesonderte Mitteilung in Textform auf diese Rechtsfolgen hingewiesen haben. Weisen Sie nach, dass Sie die Obliegenheit nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Der Versicherungsschutz bleibt auch bestehen, wenn Sie nachweisen, dass die Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalls noch für die Feststellung oder den Umfang der Leistung ursächlich war. Das gilt nicht, wenn Sie die Obliegenheit arglistig verletzt haben. Diese Bestimmungen gelten unabhängig davon, ob wir ein uns zustehendes Kündigungsrecht wegen der Verletzung einer vorvertraglichen Anzeigepflicht ausüben.
    7.2 Eine Obliegenheitsverletzung liegt insbesondere nicht vor, wenn
    die versicherte Person einen Arzt erst dann hinzuzieht, wenn der wirkliche Umfang erkennbar wird;
    die versicherte Person nach einem Unfall aus Pflichtgefühl ihrem Beruf nachgeht;
    zunächst anzunehmen war, dass die Unfallfolgen nicht eintreten und eine unverzügliche Unfallmeldung deshalb unterblieb;
    die Erfüllung einer Obliegenheit versehentlich unterblieb aber nach ihrem Erkennen unverzüglich erfüllt wurde.

    8 Was gilt für Ansprüche gegen Dritte?

    Kann im Versicherungsfall eine Entschädigung aus einem anderen Versicherungsvertrag (z.B. Krankenversicherung, gesetzliche Leistungen der Sozialversicherungsträger, anderer Versicherer oder Personen) beansprucht werden, geht der andere Vertrag diesem vor. Wird der Versicherungsfall zuerst dem Versicherer gemeldet, treten wir in Vorleistung. Steht Ihnen ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zu, geht dieser Anspruch auf uns über, soweit wir den Schaden ersetzen. Der Übergang kann nicht zu Ihrem Nachteil geltend gemacht werden. Sie haben Ihren Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Formund Fristvorschriften zu wahren und bei dessen Durchsetzung durch uns soweit erforderlich mitzuwirken. Verletzen Sie diese Obliegenheit vorsätzlich, sind wir zur Leistung insoweit nicht verpflichtet, als wir infolgedessen keinen Ersatz von dem Dritten erlangen können. Im Fall einer grob fahrlässigen Verletzung der Obliegenheit sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen; die Beweislast für das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit trägt der Versicherungsnehmer. Richtet sich der Ersatzanspruch gegen eine Person, mit der die versicherte Person bei Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann der Übergang des Anspruches auf uns nicht geltend gemacht werden, es sei denn, diese Person hat den Schaden vorsätzlich verursacht.

    9 Welchen Betrag müssen Sie selbst tragen? (Selbstbehalt)
    Für einzelne Leistungen können unterschiedliche Selbstbehalte vereinbart sein. Bitte entnehmen Sie diese Ihrem Versicherungsvertrag.

    10 Wann sind die Leistungen fällig?
    10.1
    Ist unsere Leistungspflicht dem Grunde und der Höhe nach festgestellt, so hat die Auszahlung der Leistung binnen zwei Wochen zu erfolgen, sofern in den Speziellen Bedingungen nichts anderes festgelegt ist.
    10.2 Unsere Verpflichtung gilt mit dem Zeitpunkt als erfüllt, an dem der Euro-Betrag bei einem inländischen Geldinstitut angewiesen ist.
    10.3 Die Entschädigung ist seit der Fälligkeit mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz der EZB pro Jahr zu verzinsen, wenn wir oder eine von uns beauftragte Organisation sie nicht innerhalb eines Monats nach Fälligkeit erbringen.

    11 In welcher Währung werden die Leistungen erbracht?
    Wir zahlen die Versicherungsleistung in Euro (€). Die in anderer Währung entstandenen Kosten werden zum Kurs des Tages, an dem die Belege bei uns eingehen, in Euro umgerechnet. Als Kurs des Tages gilt für gehandelte Währungen der amtliche Devisenkurs Frankfurt, für nicht gehandelte Währungen der Kurs gemäß "Währungen der Welt", Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank, Frankfurt, nach jeweils allerneustem Stand; es sei denn, Sie weisen durch Bankbeleg nach, dass Sie die zur Bezahlung der Rechnungen notwendigen Devisen zu einem ungünstigeren Kurs erworben haben.

    Der Versicherungsbeitrag

    12 Was müssen Sie bei der Beitragszahlung beachten?
    Was geschieht, wenn Sie einen Beitrag nicht rechtzeitig zahlen?
    12.1 Beitrag und Versicherungssteuer
    Der in Rechnung gestellte Beitrag enthält die Versicherungssteuer, soweit diese, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen entrichtet werden muss.
    12.2 Zahlung und Folgen verspäteter Zahlung / Erster oder einmaliger Beitrag
    12.2.1 Fälligkeit
    Der erste oder einmalige Beitrag wird unverzüglich nach Ablauf von zwei Wochen nach Zugang des Versicherungsscheins fällig. Ist die Zahlung des Beitrages in Raten vereinbart, gilt die erste Rate als erster Beitrag.
    12.2.2 Späterer Beginn des Versicherungsschutzes
    Zahlen Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nicht rechtzeitig, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, beginnt der Versicherungsschutz erst ab diesem Zeitpunkt. Das gilt nicht, wenn Sie nachweisen, dass Sie die Nichtzahlung nicht zu vertreten haben.
    12.2.3 Rücktritt
    Zahlen Sie den ersten oder einmaligen Beitrag nicht rechtzeitig, können wir vom Vertrag zurücktreten, solange der Beitrag nicht gezahlt ist. Wir können nicht zurücktreten, wenn Sie nachweisen, dass Sie die Nichtzahlung nicht zu vertreten haben.
    12.3 Zahlung und Folgen verspäteter Zahlung / Folgebeitrag
    12.3.1 Fälligkeit und Rechtzeitigkeit der Zahlung
    Die Folgebeiträge werden zu dem jeweils vereinbarten Zeitpunkt fällig. Die Zahlung gilt als rechtzeitig, wenn sie zu dem im Versicherungsschein oder in der Beitragsrechnung angegebenen Zeitpunkt erfolgt.
    12.3.2 Verzug
    Wird ein Folgebeitrag nicht rechtzeitig gezahlt, geraten Sie ohne Mahnung in Verzug, es sei denn, Sie haben die verspätete Zahlung nichtzu vertreten. Wir werden Sie auf Ihre Kosten in Textform zur Zahlung auffordern und Ihnen eine Zahlungsfrist von mindestens zwei Wochen setzen. Diese Fristsetzung ist nur wirksam, wenn wir darin die rückständigen Beträge des Beitrags sowie die Zinsen und Kosten im Einzelnen beziffern und die Rechtsfolgen angeben, die nach den Ziffern 12.3.3 und 12.3.4 mit dem Fristablauf verbunden sind. Wir sind berechtigt, Ersatz des uns durch den Verzug entstandenen Schadens zu verlangen.
    12.3.3 Kein Versicherungsschutz
    Sind Sie nach Ablauf dieser Zahlungsfrist noch mit der Zahlung in Verzug, besteht ab diesem Zeitpunkt bis zur Zahlung kein Versicherungsschutz, wenn Sie mit der Zahlungsaufforderung nach Ziffer 12.3.2. Absatz 2 darauf hingewiesen wurden.
    12.3.4 Kündigung
    Sind Sie nach Ablauf dieser Zahlungsfrist noch mit der Zahlung in Verzug, können wir den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn wir Sie mit der Zahlungsaufforderung nach Ziffer 12.3.2 Absatz 2 darauf hingewiesen haben. Haben wir gekündigt, und zahlen Sie danach innerhalb eines Monats den angemahnten Beitrag, besteht der Vertrag fort. Für Versicherungsfälle, die zwischen dem Zugang der Kündigung und der Zahlung eingetreten sind, besteht jedoch kein Versicherungsschutz.
    12.4 Teilzahlung und Folgen bei verspäteter Zahlung
    Ist die Zahlung des Beitrags in Raten vereinbart, sind die noch ausstehenden Raten sofort fällig, wenn Sie mit der Zahlung einer Rate in Verzug sind. Ferner können wir für die Zukunft jährliche Beitragszahlung verlangen.

    Allgemeine Vertragsinformationen

    13 Informationen zum Versicherer
    13.1 Anschrift
    Lloyd’s Versicherer London
    Niederlassung für Deutschland
    Syndikat 510
    Gärtnerweg 3
    60322 Frankfurt am Main
    HRA Frankfurt am Main 26467
    13.2 Hauptsitz der Gesellschaft
    Hauptsitz der Gesellschaft ist London.
    13.3 Rechtsform
    Vereinigung von Einzelversicherern.
    13.4 Gesetzlicher Vertreter
    Gesetzlicher Vertreter der Lloyd’s Versicherer
    London, Niederlassung für Deutschland,
    ist der Hauptbevollmächtigte Burkard von Siegfried.
    13.5 Hauptgeschäftstätigkeit
    Die Lloyd's Versicherer London betreiben
    das Erst- und das Rückversicherungsgeschäft
    sowohl im Bereich der Nicht- Lebensversicherung, als auch im Bereich der Lebensversicherung.
    13.6 Zuständige Aufsichtsbehörde
    Die Lloyd’s Versicherer London werden
    durch„The Financial Services Authority
    (FSA), 25 The North Colonnade, Canary
    Wharf, London E14 5HS, Großbritannien,
    www.fsa.gov.uk” beaufsichtigt.

    14 Informationen zur Service- Gesellschaft
    14.1 Anschrift
    Kiln Europe S.A.
    Niederlassung für Deutschland
    Westendstraße 28
    60325 Frankfurt am Main
    HRB Frankfurt am Main 88817
    14.2 Hauptsitz der Gesellschaft
    Hauptsitz der Gesellschaft ist Liège, Belgien.
    14.3 Rechtsform
    Aktiengesellschaft (S.A.) nach belgischem Recht.
    14.4 Gesetzlicher Vertreter
    Ständiger Vertreter der Kiln Europe S.A.,
    Niederlassung für Deutschland, ist der Managing
    Director Olivier Terlinden.
    14.5 Zuständige Aufsichtsbehörde
    Kiln Europe S.A. wird durch „L'Autorité des
    services et marchés financiers (FSMA), Rue
    du Congrès 12-14, 1000 Brussels, Belgium,
    www.fsma.be“ beaufsichtigt.

    15 Informationen zu den versicherten Leistungen
    15.1
    Wesentliche Merkmale / Rechtsgrundlage
    15.1.1
    Grundlage des Versicherungsvertrages sind Ihr Antrag (sofern vorhanden), diese Versicherungsbedingungen, in die unsere Tarifbestimmungen eingeflossen sind, Ihr Versicherungsschein sowie das jeweils gültige Versicherungsvertragsgesetz.
    15.1.2 Diese Versicherung versichert Sie auf Auslandsreisen mit den in Ihrem Versicherungsvertrag aufgeführten definierten Leistungen, die gemäß Ziffer 1 fällig werden. Wir als Versicherer erbringen die vertraglich vereinbarten Versicherungsleistungen im Rahmen dieser Versicherungsbedingungen.
    15.2 Kosten und Zahlungsweise
    Mit Ausnahme des im Versicherungsschein genannten Beitrags (inkl. gesetzlicher Versicherungssteuer) sind von Ihnen keine weiteren Kosten für den Vertragsabschluss und den Versicherungsschutz zu tragen. Der Beitrag ist gemäß der im Versicherungsschein aufgeführten Zahlungsweise von Ihnen zu leisten; siehe auch Ziffer 12.
    15.3 Gültigkeitsdauer
    Diese Versicherungsbedingungen können von uns für neue, nicht jedoch für bestehende, Verträge jederzeit geändert werden.

    16 Informationen zum Vertrag
    16.1 Zustandekommen Ihres Versicherungsvertrages
    Der Vertrag ist durch unsere Deckungsbestätigung zustande gekommen. Beginn des Vertrages und Ihres Versicherungsschutzes ist der im Versicherungsschein genannte Tag, 00.00 Uhr.
    16.2 Aufsichtsbehörde
    Siehe Ziffer 13.6 für die Aufsichtsbehörde des Versicherers bzw. Ziffer 14.5 für die Aufsichtsbehörde der Service-Gesellschaft.
    16.3 Widerrufsbelehrung nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 VVG
    16.3.1 Widerrufsrecht
    Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen. Die Frist beginnt am Tag nachdem Ihnen der Versicherungsschein, die Vertragsbestimmungen einschließlich unserer Allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie die Vertragsinformationen gemäß § 7 Abs. 2 des Versicherungsvertragsgesetzes und diese Belehrung in Textform zugegangen sind. Im elektronischen Geschäftsverkehr (Online- Antrag bzw. Online-Vertragsabschluss) beginnt die Widerrufsfrist nicht, bevor wir auch die speziell für diesen Vertriebsweg geltenden zusätzlichen Pflichten gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 BGB (Mittel zur Korrektur von Eingabefehlern, Bestätigung des Antrags) erfüllt haben. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an

    KILN Europe S.A.
    Niederlassung für Deutschland
    Westendstraße 28
    60325 Frankfurt am Main

    16.3.2 Widerrufsfolgen
    Im Falle eines wirksamen Widerrufs endet Ihr Versicherungsschutz, und wir erstatten Ihnen den Teil Ihres Beitrags, der auf die Zeit nach Zugang des Widerrufs entfällt. Den Teil Ihres Beitrags, der auf die Zeit bis zum Zugang des Widerrufs entfällt, können wir einbehalten, wenn Sie zugestimmt haben, dass der Versicherungsschutz vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt. Haben Sie eine solche Zustimmung nicht erteilt oder beginnt der Versicherungsschutz erst nach Ablauf der Widerrufsfrist, erstatten wir Ihnen den gesamten Beitrag. Beiträge erstatten wir Ihnen unverzüglich; spätestens 30 Tage nach Zugang des Widerrufs.
    16.3.3 Besondere Hinweise
    Ihr Widerrufsrecht ist ausgeschlossen wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt wurde, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben. Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen mit einer Laufzeit von weniger als einem Monat.
    16.4 Laufzeit und Kündigungsbedingungen
    Der Vertrag läuft für die im Versicherungsschein genannte Zeit. Die Kündigungsbedingungen finden Sie in Ziffer 1.5.
    16.5 Welches Recht findet Anwendung?
    Für diesen Vertrag gilt deutsches Recht.
    16.6 Welches Gericht ist zuständig?
    16.6.1
    Der Gerichtsstand für Klagen aus dem Versicherungsvertrag gegen uns ist Frankfurt am Main. Sind Sie eine natürliche Person, ist auch das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk Sie zur Zeit der Klageerhebung Ihren Wohnsitz oder, in Ermangelung eines solchen, Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
    16.6.2 Sind Sie eine natürliche Person, müssen Klagen aus dem Versicherungsvertrag gegen Sie bei dem Gericht erhoben werden, das für Ihren Wohnsitz oder, in Ermangelung eines solchen, den Ort Ihres gewöhnlichen Aufenthalts zuständig ist. Sind Sie eine juristische Person, bestimmt sich das zuständige Gericht nach Ihrem Sitz oder Ihrer Niederlassung.
    16.6.3 Liegt Ihr Wohnsitz, Sitz oder Ihre Niederlassung in einem Staat außerhalb der Europäischen Gemeinschaft, Islands, Norwegens oder der Schweiz, ist der Gerichtsstand wiederum Frankfurt am Main.
    16.7 Vertragssprache
    Die Vertragssprache ist deutsch. Jegliche Kommunikation erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache.

    17 Beschwerdemöglichkeiten
    17.1 Ombudsmann
    Unser Unternehmen ist Mitglied im Verein Versicherungs-Ombudsmann e.V. Sie können damit – außer für die Krankenversicherung - das kostenlose außergerichtliche Streitschlichtungsverfahren in Anspruch nehmen. Der Versicherungs-Ombudsmann kann Beschwerden bis zu einem Streitwert von z.Zt. € 80.000,-- behandeln. Wir verpflichten uns, bei Entscheidungen bis zu einer Höhe von € 5.000,-- auf die Anrufung eines Gerichts zu verzichten und den Schlichterspruch des Ombudsmannes anzuerkennen. Die Möglichkeit den Rechtsweg zu beschreiten bleibt für Sie hiervon unberührt.
    Der Versicherungs-Ombudsmann ist zu erreichen unter

    Postfach 080632, 10006 Berlin.

    Merkblatt zur Datenverarbeitung

    18 Vorbemerkung
    Versicherungen können heute ihre Aufgaben nur noch mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) erfüllen. Nur so lassen sich Vertragsverhältnisse korrekt, schnell und wirtschaftlich abwickeln; auch bietet die EDV einen besseren Schutz der Versichertengemeinschaft vor missbräuchlichen Handlungen als die bisherigen manuellen Verfahren.
    Die Verarbeitung der uns bekannt gegebenen Daten zu Ihrer Person wird durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) geregelt. Danach ist die Datenverarbeitung und -nutzung zulässig, wenn das BDSG oder eine andere Rechtsvorschrift sie erlaubt oder wenn der Betroffene eingewilligt hat. Das BDSG erlaubt die Datenverarbeitung und -nutzung stets, wenn dies im Rahmen der Zweckbestimmung eines Vertragsverhältnisses oder vertragsähnlichen Vertrauensverhältnisses geschieht oder soweit es zur Wahrung berechtigter Interessen der speichernden Stelle erforderlich ist und kein Grund zu der Annahme besteht, dass das schutzwürdige Interesse des Betroffenen an dem Ausschluss der Verarbeitung oder Nutzung überwiegt.

    19 Einwilligungserklärung
    Unabhängig von dieser im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung und im Hinblick auf eine sichere Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist in Ihrem Versicherungsantrag eine Einwilligungserklärung nach dem BDSG aufgenommen worden. Diese gilt über die Beendigung des Versicherungsvertrages hinaus, endet jedoch - außer in der Lebens und Unfallversicherung - schon mit Ablehnung des Antrags oder durch ihren jederzeit möglichen Widerruf. Wird die Einwilligungserklärung bei Antragstellung ganz oder teilweise gestrichen, kommt es unter Umständen nicht zu einem Vertragsabschluss. Trotz Widerruf oder ganz bzw. teilweise gestrichener Einwilligungserklärung kann eine Datenverarbeitung und -nutzung in dem begrenzten gesetzlich zulässigen Rahmen, wie in der Vorbemerkung beschrieben, erfolgen.

    20 Schweigepflichtentbindungserklärung
    Daneben setzt auch die Übermittlung von Daten, die wie z.B. beim Arzt, einem Berufsgeheimnis unterliegen, eine spezielle Erlaubnis des Betroffenen (Schweigepflichtentbindung) voraus. In der Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung (Personenversicherung) ist daher im Antrag bzw. in Schaden-/ Leistungsanzeigen auch eine Schweigepflichtentbindungsklausel enthalten. Im Folgenden wollen wir Ihnen einige wesentliche Beispiele für die Datenverarbeitung und -nutzung nennen.
    20.1 Datenspeicherung bei Ihrem Versicherer
    Wir speichern Daten, die für den Versicherungsvertrag notwendig sind. Das sind zunächst Ihre Antragsdaten, z.B. Name, Vorname, Anschrift, Geburtsdatum; Beruf. Weiter werden zum Vertrag versicherungstechnische Daten, wie Kundennummer (Partnernummer), Versicherungssumme, Versicherungsdauer, Beitrag, Bankverbindung sowie erforderlichenfalls die Angaben eines Dritten, z.B. eines Vermittlers, eines Sachverständigen oder eines Arztes geführt (Vertragsdaten). Bei einem Versicherungsfall speichern wir Ihre Angaben zum Schaden und ggf. auch Angaben von Dritten, wie z.B. den vom Arzt ermittelten Grad der Berufsunfähigkeit, die Feststellung Ihrer Reparaturwerkstatt über einen Kfz-Totalschaden oder bei Ablauf einer Lebensversicherung den Auszahlungsbetrag (Leistungsdaten).
    20.2 Datenübermittlung an Rückversicherer
    Im Interesse seiner Versicherungsnehmer wird ein Versicherer stets auf einen Ausgleich der von ihm übernommenen Risiken achten. Deshalb geben wir in vielen Fällen einen Teil der Risiken an Rückversicherer im In- und Ausland ab. Diese Rückversicherer benötigen ebenfalls entsprechende versicherungstechnische Angaben von uns, wie Versicherungsnummer, Beitrag, Art des Versicherungsschutzes und des Risikos und Risikozuschlags sowie im Einzelfall auch Ihre Personalien. Soweit Rückversicherer bei der Risiko- und Schadenbeurteilung mitwirken, werden ihnen auch die dafür erforderlichen Unterlagen zur Verfügung gestellt. In einigen Fällen bedienen sich die Rückversicherer weiterer Rückversicherer, denen sie ebenfalls entsprechende Daten übergeben.
    20.3 Datenübermittlung an andere Versicherer
    Nach dem Versicherungsvertragsgesetz hat der Versicherte bei Antragstellung, jeder Vertragsänderung und im Schadenfall dem Versicherer alle für die Einschätzung des Wagnisses und die Schadenabwicklung wichtigen Umstände anzugeben. Hierzu gehören z.B. frühere Krankheiten und Versicherungsfälle oder Mitteilungen über gleichartige andere Versicherungen (beantragte, bestehende, abgelehnte oder gekündigte). Um Versicherungsmissbrauch zu verhindern, eventuelle Widersprüche in den Angaben des Versicherten aufzuklären oder um Lücken bei den Feststellungen zum entstandenen Schaden zu schließen, kann es erforderlich sein, andere Versicherer um Auskunft zu bitten oder entsprechende Auskünfte auf Anfragen zu erteilen. Auch sonst bedarf es in bestimmten Fällen (Doppelversicherungen, gesetzlicher Forderungsübergang sowie bei Teilungsabkommen) eines Austausches von personenbezogenen Daten unter den Versicherern. Dabei werden Daten des Betroffenen weitergegeben, wie Name und Anschrift, Kfz-Kennzeichen, Art des Versicherungsschutzes und des Risikos oder Angaben zum Schaden, wie Schadenhöhe und Schadentag.
    20.4 Zentrale Hinweissysteme
    Bei Prüfung eines Antrags oder eines Schadens kann es notwendig sein, zur Risikobeurteilung, zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts oder zur Verhinderung von Versicherungsmissbrauch Anfragen an den zuständigen Fachverband bzw. an andere Versicherer zu richten oder auch entsprechende Anfragen anderer Versicherer zu beantworten. Dazu bestehen zentrale Hinweissysteme, die mit dem jeweiligen System verfolgt werden dürfen, also nur soweit bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
    Beispiel Unfallversicherer:
    Meldung bei erheblicher Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht,
    Leistungsablehnung wegen vorsätzlicher Obliegenheitsverletzung im Versicherungsfall, wegen Vortäuschung eines Unfalls oder von Unfallfolgen,
    außerordentlicher Kündigung durch den Versicherer nach Leistungserbringung oder Klageerhebung auf Leistung.
    Zweck: Risikoprüfung und Aufdeckung von Versicherungsmissbrauch. Beispiel Sachversicherer: Aufnahme von Schäden und Personen, wenn Brandstiftung vorliegt oder wenn aufgrund des Verdachts des Versicherungsmissbrauchs der Vertrag gekündigt wird und bestimmte Schadensummen erreicht sind. Zweck: Risikoprüfung, Schadenaufklärung, Verhinderung weiteren Missbrauchs.
    20.5 Betreuung durch Versicherungsvermittler
    In Ihren Versicherungsangelegenheiten werden Sie ggf. durch einen Vermittler betreut. Vermittler in diesem Sinn sind neben Einzelpersonen auch Vermittlungsgesellschaften. Um seine Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen zu können, erhält der Vermittler zu diesen Zwecken von uns die für die Betreuung und Beratung notwendigen Angaben aus Ihren Antrags-, Vertrags- und Leistungsdaten, z.B. Versicherungsnummer, Beiträge, Art des Versicherungsschutzes und des Risikos, Zahl der Versicherungsfälle und Höhe von Versicherungsleistungen. Ausschließlich zum Zweck von Vertragsanpassungen in der Personenversicherung können an den zuständigen Vermittler auch Gesundheitsdaten übermittelt werden. Vermittler verarbeiten und nutzen selbst diese personenbezogenen Daten im Rahmen der genannten Beratung und Betreuung des Kunden. Auch werden Sie von uns über Änderungen der kundenrelevanten Daten informiert. Jeder Vermittler ist gesetzlich und vertraglich verpflichtet, die Bestimmungen des BDSG und seine besonderen Verschwiegenheitspflichten (z.B. Berufsgeheimnis und Datengeheimnis) zu beachten.

    21 Weitere Auskünfte und Erläuterungen über Ihre Rechte
    Sie haben als Betroffener nach dem Bundesdatenschutzgesetz neben dem eingangs erwähnten Widerrufsrecht ein Recht auf Auskunft sowie unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung Ihrer in einer Datei gespeicherten Daten. Wegen eventueller weiterer Auskünfte und Erläuterungen wenden Sie sich bitte an den betrieblichen Datenschutzbeauftragten Ihres Versicherers. Richten Sie auch ein etwaiges Verlangen auf Auskunft, Berichtigung, Sperrung oder Löschung wegen der beim Rückversicherer gespeicherten Daten stets an Ihren Versicherer.

    Spezielle Versicherungsbedingungen (Teil 2)
    Die folgenden Speziellen Versicherungsbedingungen gehen den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (BGI Auslandsschutz AVB 2012) vor.

    Teil 2
    Bedingungen für die BGI Auslandsschutz- Krankenversicherung Assistance (BGI ARKV 2012)
    Die BGI ARKV gelten für die Krankenversicherung mit Assistance-Leistungen bei Unfall, Krankheit und Tod sowie bei anderen Notfällen im Ausland.
    Sie gelten nur in Zusammenhang mit den BGI Auslandsschutz AVB 2012.

    Der Versicherungsumfang

    1 Was ist versichert?
    Gegenstand der Versicherung ist
    1.1 die Erstattung von Kosten, die der versicherten Person während einer Auslandsreise gemäß Ziffer 1.4 entstehen;
    1.2 Beistandsleistungen (Assistance), die während einer Auslandsreise nötig werden. Die Leistungsarten, die versichert sind, ergeben sich aus Ziffer 2. Aus Antrag und Versicherungsschein sind die Versicherungssummen ersichtlich. Auf die Voraussetzungen zur Erbringung der Leistungen (nachfolgende Ziffer 4.1, Abstimmung mit dem Assisteur) weisen wir hin

    .
    2 Welche Leistungen sind versichert?
    2.1
    Bei Eintritt eines medizinischen Notfalls, d.h., einer erlittenen körperlichen Verletzung oder einer plötzlich und unvorhergesehenen Erkrankung der versicherten Person während einer Auslandsreise, die nicht auf einer Vorerkrankung beruht und die eine sofortige stationäre oder ambulante Behandlung durch einen anerkannten Arzt erforderlich macht und die nicht bis zu ihrer Rückreise in ihr Heimatland/-ort aufgeschoben werden kann, werden nachfolgende Leistungen erbracht. Vorerkrankungen sind alle der versicherten Person bereits vor der Auslandsreise bekannten oder diagnostizierten (auch durch Verdachtsdiagnosen) körperlichen oder geistigen Erkrankungen sowie die Folgen von Unfälle, die sich vor Reiseantritt ereigneten.
    2.2 Der Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung und endet, wenn nach medizinischem Befund keine Behandlungsbedürftigkeit mehr besteht. Muss die Heilbehandlung auf eine Krankheit oder Unfallfolge ausgedehnt werden, die mit der bisher behandelten nicht ursächlich zusammenhängt, entsteht insoweit ein neuer Versicherungsfall.
    2.3 Krankheit / Unfall
    Erkrankt die versicherte Person oder erleidet sie einen Unfall, werden folgende Leistungen erbracht. Auf die nachfolgende Ziffer 6 dieser Bedingungen wird hingewiesen.
    2.3.1 Vermittlungsdienste / Organisation
    2.3.1.1 Information über Möglichkeiten der ambulanten Behandlung oder Benennung eines deutsch- oder englisch-sprechenden Arztes;
    2.3.1.2 Vermittlung von Ärzten, Fachärzten, Labors, Krankenhäusern;
    2.3.1.3 Organisation des Versandes von
    Medikamenten,
    Blutplasma,
    medizinisch-technischen Geräten und, soweit erforderlich, Vermittlung von an diesen Geräten geschultem Personal.
    2.3.2 Heilbehandlungskosten
    2.3.2.1 Erstattung der Kosten für medizinisch notwendige Heilbehandlung infolge Krankheit oder Unfall auf einer Auslandsreise für maximal die ersten 42 Tage. Es wird analog den vor Ort geltenden allgemeinen Krankenversicherungsleistungen (kein Privatarzt) geleistet. Je Versicherungsfall gilt eine Selbstbeteiligung in Höhe von 50 € als vereinbart, sofern im Versicherungsvertrag nichts anderes vereinbart wird.
    Als Heilbehandlung im Sinne dieser Bedingung gelten:
    2.3.2.2 ärztlich verordnete Medikamente und Verbandmittel; als Medikamente gelten nicht
    - auch wenn sie ärztlich verordnet sind -, Nähr-, Stärkungs- sowie kosmetische Präparate.
    2.3.2.3 ärztlich verordnete Strahlen-, Licht- und sonstige physikalische Behandlungen;
    2.3.2.4 ärztlich verordnete Hilfsmittel, die infolge eines Unfalles notwendig werden und der Behandlung der Unfallfolgen dienen;
    2.3.2.5 Röntgendiagnostik;
    2.3.2.6 stationäre Behandlung, sofern diese in einer Anstalt erfolgt, die im Aufenthaltsland/-ort allgemein als Krankenhaus anerkannt ist, die unter ständiger ärztlicher Leitung steht, über ausreichende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügt, nach im Aufenthaltsland/-ort wirtschaftlich allgemein anerkannten Methoden arbeitet und Krankengeschichten führt;
    2.3.2.7 Operationen;
    2.3.2.8 schmerzstillende Zahnbehandlung einschließlich Zahnfüllungen in einfacher Ausführung (in Deutschland bis zum 1,7fachen Satz der GOZ bzw. GOÄ) sowie, bei Beschädigung von Zahnersatz, Maßnahmen zur Wiederherstellung der Kaufähigkeit und zum Schutz und zur Erhaltung der verbleibenden Zahnsubstanz.
    2.3.3 Krankenhausaufenthalt
    2.3.3.1 Kontaktherstellung zwischen dem behandelnden und dem Hausarzt sowie Übermittlung von Informationen zwischen den beteiligten Ärzten;
    2.3.3.2 Information der Angehörigen;
    2.3.3.3 Vermittlung eines spezialisierten Arztes mit einer eventuellen Konsultation am Krankenbett, sofern medizinisch notwendig;
    2.3.3.4 Kostenübernahmegarantie gegenüber dem Krankenhaus (siehe 2.3.2.6), begrenzt auf bis zu € 10.000 für die allgemeine Pflegeklasse (Mehrbettzimmer ohne Wahlleistungen, kein Privatarzt);
    2.3.3.5 Organisation der Reise einer der versicherten Person nahestehenden Person zum Ort des Krankenhausaufenthaltes und zurück;
    2.3.3.6 Übernahme der Fahrt- bzw. Flugkosten (Economy Class) für eine einmalige Reise dieser Person zum Krankenhaus und zurück bis zu € 2.500. Die Kosten des Aufenthaltes werden nicht übernommen.
    2.3.4 Krankentransporte
    2.3.4.1 Organisation
    2.3.4.1.1 der unter Ziffer 2.3.4.2 genannten Krankentransporte der versicherten Person mit medizinisch geeigneten Transportmitteln (Ambulanz- oder Luftfahrzeugen);
    2.3.4.1.2 der Begleitung einer der versicherten Person nahestehenden Person, soweit technisch durchführbar.
    2.3.4.2 Kostenübernahme bis zu € 100.000 für medizinisch sinnvolle Transporte der versicherten Person mit einem medizinisch geeigneten Transportmittel (Ambulanz- oder Luftfahrzeug). Die Entscheidung, ob die versicherte Person zu Lande oder in einem Luftfahrzeug transportiert wird, übernimmt der vom Assisteur beauftragte Arzt in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. Versichert sind
    2.3.4.2.1 Transporte in das nächste für die Behandlung geeignete Krankenhaus oder zu einer Spezialklinik im Reiseland;
    2.3.4.2.2 Rücktransporte zum Wohnsitz der versicherten Person oder in das dem Wohnsitz nächstgelegene geeignetste Krankenhaus, sobald der Rücktransport medizinisch sinnvoll und vertretbar ist, sowie eventuell hierfür erforderliche Verlegungstransporte von Krankenhaus zu Krankenhaus.
    2.3.5 Such-, Rettungs- oder Bergungseinsätze (auch innerhalb Österreichs)
    2.3.5.1 Organisation von Suchaktionen nach und Rettung/Bergung von Verletzten, (auch wenn ein Unfall nach den konkreten Umständen nur zu vermuten war), soweit diese nicht von örtlichen Behörden oder anderen Hilfsorganisationen übernommen werden.
    2.3.5.2 Kostenübernahme bis zu € 5.000 für Such-, Rettungs- oder Bergungseinsätze von öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisierten Rettungsdiensten, soweit hierfür üblicherweise Gebühren berechnetmwerden.
    2.3.6 Tod
    Stirbt die versicherte Person während dermLaufzeit des Vertrages auf einer Reise, werden alternativ folgende Leistungen (jeweils mit einfacher Sarg- oder Urnenausführung) bis zu € 10.000 erbracht:
    2.3.6.1 Überführung
    Organisation und Kostenübernahme der Überführung des Toten zum Heimatort;
    2.3.6.2 Bestattung
    Organisation und Kostenübernahme der Bestattung im Ausland.
    2.4 Sonstige Notfälle
    Auf die nachfolgende Ziffer 6 dieser Bedingungen wird hingewiesen.

    3 In welchen Fällen ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen?
    Neben den in Ziffer 5 der BGI AuslandsschutzAVB 2012 genannten Ausschlüssen besteht kein Versicherungsschutz für:
    3.1 Schäden, die von der versicherten Person mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersehbar waren;
    3.2 Behandlungen im Ausland, die der alleinige oder einer der Gründe für den Antritt der Reise waren;
    3.3 Schäden, die auf Ursachen zurückzuführen sind, die der versicherten Person vor Beginn des Auslandsaufenthaltes bekannt waren;
    3.4 Schwangerschaftsuntersuchungen und - behandlungen sowie Entbindungen und Schwangerschaftsunterbrechungen, sofern diese nicht durch eine unvorhergesehene akut eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Mutter oder des ungeborenen Kindes erforderlich werden.
    3.5 Schäden einschließlich deren Folgen sowie für Unfälle, die unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht worden sind. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die versicherte Person auf Reisen im Ausland von Kriegs- oder Bürgerkriegsereignissen überrascht wird. Der Versicherungsschutz erlischt am Ende des siebten Tages nach Beginn eines Krieges oder Bürgerkrieges auf dem Gebiet des Staates, in dem sich die versicherte Person aufhält. Die Erweiterung gilt nicht bei Reisen in oder durch Staaten, auf deren Gebiet bereits Krieg oder Bürgerkrieg herrscht. Sie gilt auch nicht für die aktive Teilnahme am Krieg- oder Bürgerkrieg sowie für Schäden bzw. Unfälle durch ABC-Waffen und im Zusammenhang mit einem Krieg oder kriegsähnlichen Zustand zwischen den Ländern China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Russland oder den USA;
    3.6 Behandlungen durch Ehegatten, Eltern oder Kinder. Nachgewiesene Sachkosten werden jedoch erstattet;
    3.7 psychoanalytische und psychotherapeutische Behandlungen;
    3.8 Hilfsmittel (z.B. Brillen, Einlagen, Stützstrümpfe usw. sowie sanitäre Bedarfsartikel wie Bestrahlungsanlagen und Fieberthermometer),
    3.9 Zahnersatz, Stiftzähne, Einlagefüllungen, Überkronungen und kieferorthopädische Behandlungen,
    3.10 Behandlung durch Heilpraktiker,
    3.11 Aufwendungen, die durch weder in der Bundesrepublik noch am Aufenthaltsort wissenschaftlich allgemein anerkannte Behandlungsmethoden und/oder Arzneimittel entstehen,
    3.12 Heilbehandlungen oder sonstige Maßnahmen, die das medizinisch notwendige Maß übersteigen. In diesem Fall können wir die Leistungen auf einen angemessenen Betrag herabsetzen.

    Der Versicherungsfall

    4 Was gilt für die Erbringung von Versicherungsleistungen?
    4.1 Voraussetzung für die Erbringung der Leistungen
    Voraussetzung für die Erbringung von Beistandsleistungen und die Erstattung der damit verbundenen finanziellen Leistungen ist, dass sich die versicherte Person oder ein von ihr Beauftragter nach Eintritt des Versicherungsfalles mit dem Assisteur in Verbindung setzt und das weitere Vorgehen mit ihm abstimmt. Der Assisteur erbringt seine Dienstleistung innerhalb eines angemessenen Zeitraumes und in Abstimmung mit dem Versicherungsnehmer bzw. der versicherten Person. Es steht ihm jedoch frei, die Vertragspartner zu wählen, deren er sich zwecks Erbringung der Dienstleistungen bedient.
    Bei einer Beauftragung Dritter, durch die Kosten entstehen, die nicht durch diese Versicherung gedeckt sind, hat der Assisteur das Recht, entsprechende finanzielle Garantien vom Versicherungsnehmer bzw. der versicherten Person zu fordern. In welcher Form und in welcher Höhe dies geschieht, bestimmt der Assisteur.
    4.2 Beistandsleistungen
    Die Beistandsleistungen werden von uns oder einer von uns beauftragten und im Versicherungsvertrag benannten Organisation (Assisteur) erbracht. Der Assisteur ist nicht verantwortlich für jegliche Verspätung oder Behinderung bei der Ausführung der Leistungen, die im Zusammenhang mit folgenden Ereignissen stehen:
    Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse;
    innere Unruhen, Streik, Aufstand, Vergeltungsmaßnahmen, Sabotageakte, Terrorismus oder andere Gewaltakte,
    Anordnungen staatlicher Stellen;
    Naturkatastrophen wie z.B. Erdbeben, Vulkanausbruch oder Überschwemmung;
    regionale Verseuchung durch nukleare Substanzen (Kernenergie).
    4.3 Finanzielle Leistungen
    4.3.1
    Wir sind zur Leistung nur verpflichtet, wenn
    die Rechnungs-Urschriften (Originale) oder
    Kopien mit einer Bestätigung eines anderen Versicherungsträgers über die gewährten Leistungen vorgelegt und die geforderten Nachweise, insbesondere amtlich beglaubigte Übersetzungen, erbracht worden sind. Diese werden unser Eigentum.
    4.3.2 Alle Belege müssen den Vor- und Zunamen der behandelten Person sowie die Krankheitsbezeichnung und die einzelnen ärztlichen Leistungen mit Behandlungsdaten enthalten. Aus den Rezepten müssen das verordnete Arzneimittel, der Preis und der Quittungsvermerk deutlich hervorgehen. Bei Zahnbehandlung müssen die Belege die Bezeichnung der behandelten Zähne und der daran vorgenommenen Behandlung enthalten. Leistung oder deren Ablehnung durch die in Ziffer 4.3.1 genannten Versicherungsträger sind nachzuweisen.
    4.3.3 Wir sind berechtigt, an den Überbringer oder Übersender von ordnungsgemäßen Nachweisen zu leisten.
    4.3.4 Leistungen Dritter werden gemäß Ziffer 8 der BGI Auslandsschutz AVB 2012 von Leistungen aus diesem Vertrag abgezogen.

    5 Was ist nach einem Versicherungsfall zu beachten? (Obliegenheiten)
    5.1
    Neben den Obliegenheiten in Ziffer 6 BGI Auslandsschutz AVB 2012 ist die versicherte Person verpflichtet
    5.1.1 dem Assisteur unverzüglich unter Angabe aller Einzelheiten von einem Umstand, der eine Leistungspflicht zur Folge haben könnte, zu unterrichten;
    5.1.2 dem Assisteur jede Krankenhausbehandlung binnen 10 Tagen nach ihrem Beginn anzuzeigen;
    5.1.3 sich auf Verlangen durch einen von uns beauftragten Arzt untersuchen zu lassen.
    5.2 Folgen von Obliegenheitsverletzungen
    Die Folgen von Obliegenheitsverletzungen entnehmen Sie bitte Ziffer 7 der BGI Auslandsschutz AVB 2012.

    6 Wann sind Verauslagungen zurück zu zahlen?
    Sind gemäß dieser Bedingungen Verauslagungen vereinbart und übernehmen Dritte die Kosten nicht, so sind sie von Ihnen bzw. der versicherten Person innerhalb eines Monats nach Verauslagung oder der Rückkehr an den Heimatort an uns zurückzuzahlen.

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